B&B Maria & Andreas

 

Den besten weil privatesten Gourmand-Abend haben wir bei unseren lieben österreichischen Gastgebern in Châteauneuf-du-Pape erlebt: Maria & Andreas.

Die beiden sind richtige „Foodies“ und vor allem Weinkenner – Andreas ist gelernter Sommelier und hat nur in den besten Häusern (beipielsweise im „Le Canard“ in Hamburg) gearbeitet, bevor er seinen Dienst vor etwa 9 Jahren in einem der bekanntesten Weingüter in Châteauneuf-du-Pape aufgenommen hat: der Domaine du Pegau.

Sowohl Andreas als auch Maria sind wunderbare Gastgeber und Maria betreibt mit Unterstützung von Andreas in erster Linie ein sehr gutes B&B mit prima Frühstück.

An unserem ersten Abend saßen wir noch bei einem netten Fläschchen Wein (man kann diesen auch praktischerweise hier günstig erwerben – vor allem für die Klasse des Weines in einem Gebiet, was für seine Weine weltbekannt ist) zusammen mit Maria und Andreas in ihrem Hof und unterhielten uns angeregt – natürlich über gutes Essen und guten Wein.

Zufälligerweise -sagte Maria- sei am nächsten Tag sowieso ihr Einkaufstag und sie gehe auf den Markt… Diese Andeutung liessen wir uns nicht entgehen… Und fragten nach, ob wir denn auch zum Essen kommen dürften;-)…

Dass Andreas und Maria auch ab und zu mal ein mehrgängiges Menü für gleichgesinnte Food- und Weinbegeisterte zubereiten, ist nämlich keine Selbstverständlichkeit!

Und sie sehen es äußerst ungerne, wenn diese Nachricht im Internet die Runde macht. Sonst sei die Erwartungshaltung ihrer B&B-Gäste gleich zu hoch, denn sie suchen sich schon ganz klar aus, wen sie bekochen wollen und ob sie dazu auch wirklich Zeit haben.

Wir fühlten uns sehr geehrt, dass wir in den Genuss kommen sollten, von Andreas und Maria bekocht und bewirtet zu werden!

Am nächsten Abend war es dann so weit und wir wurden zum Essen heruntergerufen.

Voller Vorfreude stiegen wir die Treppe hinab, um draußen im Hof an einem angenehm dezent dekorierten und wunderbar eingedeckten Tisch Platz zu nehmen und mit Maria und Andreas erst einmal mit einem Glas herrlichen Champagner anzustoßen.

Wir hatten vorher tatsächlich noch nicht so häufig Champagner getrunken, weil wir bei unseren bisherigen Versuchen nie so begeistert davon waren…

Andreas hat uns aber eindeutig dazu bekehrt: wir wissen jetzt, dass uns vor allem der Champagner aus reinen Chardonnaytrauben (Blanc de blancs) unglaublich gut zusagt.

Zum Champagner reichten Maria und Andreas lauwarme gekräuterte Blätterteigschneckchen. Auf dem Tisch stand ein Korb mit Brot und eine leckere Avocado-Knofi-Créme bereit.

Ich bin mir nicht mehr so ganz sicher, wie die genaue Reihenfolge des ersten und zweiten Ganges war, aber ich werde es versuchen, zu rekonstruieren:

Andreas ging in die Küche und kam ein paar Minuten später mit frischen gebratenen Sardinen mit Korianderpesto wieder. Danach kam ein spannendes Gericht, was ich sofort in meine eigene Küche adaptiert habe: Brennessel-Serviettenknödel mit pochiertem Ei und "Poutarge" (gibt es auch in Frankreich, ich kenne das sardische Nationalgericht nur unter „Bottarga di muggine“ also dem getrockneten Rogen der Meeräsche, hatte es aber bis dato noch nie gegessen). Wir bekamen zweierlei vom Stubenkücken mit frischen (zweimalgepulten!) Erbsen und Möhren und einer leckeren Jus als Hauptgang (ein Foto hiervon seht Ihr oben auf einem der Bilder). Yummie! Und dann verschwand Maria in der Küche. Erst gab es ein bißchen Weichkäse – ein bestens gereifter Coulommiers. Maria verriet, dass sie eine Extra-Klimazone in ihrem Kühlschrank für den Käse haben und er somit immer perfekt gereift auf den Tisch kommt! Beneidenswert!!! Danach bereitete Maria den Nachtisch zu: eine leckere Zitronentarte, die auch noch mit einem Zitronen-Zucker-Gemisch getränkt war, und Erdbeer-Schmand-Soße.

Die begleitenden Weine waren grandios und absolut bestens ausgesucht, was wir natürlich nicht anders erwartet hatten!!!

Leider haben wir uns die Weine nicht gemerkt - ebenso wenig wie den tollen Champagner-, aber das können wir bei Andreas sicherlich nochmal eruieren und falls es die beiden mal in die Nähe von Köln verschlägt (die Mosel und die Ahr sind ja beides recht nahgelegene Weingebiete hier – „Wink mit dem Zaunpfahl“….;-), dann müssen sie uns unbedingt ein paar gute Tröpfchen mitbringen!!!

Wir hatten einen traumhaft-lukullischen Abend mit guten Gesprächen über das Essentielle des Lebens: gutes Essen und wunderbaren Wein!

Vielen Dank noch einmal dafür, liebe Maria und lieber Andreas!

Wir freuen uns über ein Wiedersehen bei uns in Köln!

 

Maria GADINGER

3.Avenue du Gênêral de Gaulle

F-84230 Châteauneuf du Pape

Tel. : 00 33 (0)4 90 32 62 86

Mobil: 00 33 (0)6 66 29 31 13

http://www.maria-andreas.perso.sfr.fr/willkommen.html

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