Artischocke

2012: geschlossen!

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Wir wurden sehr nett von einem Mann mittleren Alters in Empfang genommen und wunderten uns, dass wir anscheinend die einzigen und ersten Gäste waren. Doch bald nach uns betrat ebenfalls ein Paar das Restaurant, das genauso herzlich in Empfang genommen wurde. Das Restaurant ist recht klein und schlicht gehalten. Im Hintergrund liefen leise, französische Chansons und der für uns reservierte Tisch war schön dekoriert: ein Vierertisch für uns beide, auf dem ein grauer Nesselstoff gefällig drapiert lag, auf dem sich ein schönes großes Windlicht mit dicker weißer Kerze und ein Töpfchen mit getrocknetem Lavendel befand. Sehr angenehm. Auf einem kleinen Tisch in der Mitte des vorderen Teils des Restaurants war allerdings schon für Ostern dekoriert: zwei riesige Osterhasen standen dort - was etwas befremdlich anmutete - am Valentinstag (14.02.). Neben uns am Fenster wiesen Vitrinen mit Weinflaschen darauf hin, dass hier anscheinend auch auf guten Wein Wert gelegt wird. Es wurden zwei verschiedene 4-Gang-Menüs (weil Valentinstag war, gab es ein Spezial-Menü-Angebot) mit Wahlmöglichkeiten aus je zwei Alternativen bei Vorspeise, Zwischengang und Hauptgang und A la Carte angeboten. Als Aperetif wurde uns Prosecco oder Sherry angeboten. Der Mann im Service war sehr aufmerksam und unaufdringlich. Wir entschieden uns beide für das Valentins-Menü. Unser Abänderungswunsch und die Frage, ob wir auch einen der Zwischengänge von dem anderen Menü in das Valentinsmenü integrieren können, war kein Problem und wurde direkt in die Tat umgesetzt. Am Nebentisch meinte die Frau, dass sie gerne Jacobsmuscheln essen würde und fragte nach, ob sie diese bekommen könne, trotzdem sie nicht auf der Karte standen. Der "Service"-Mann fragte sofort in der Küche nach und der Koch hatte tatsächlich für morgen Jacobsmuscheln vom Großmarkt eingekauft. Also bekam die Frau ihre Muscheln und wirkte sehr zufrieden. Alles in allem wurde hier in Punkto Flexibilität gepunktet! Bei dem Valentinsmenü waren der Wein, das Wasser und der Kaffee im Preis von 49,- € pro Person inbegriffen. Wir entschieden uns für eine Flasche Weißwein mit der Option, zum Hauptgang noch 1 Glas Rotwein zu bestellen. Die empfohlene Flasche, ein Cuvee aus Chardonnay und Trebbiano aus der Emilia Romagna (Italien), war sehr süffig und vielversprechend. Das warme Brot, was mit gesalzener Butter gereicht wurde, ebenfalls. Die Vorspeise, ein in Sesam gebratener Zander auf verschiedenen Blattsalaten, war sehr frisch und mit einer einfachen Vinaigrette angemacht. Als Zwischengericht hatten wir einmal Kalbsravioli mit Pesto und eine Fischsuppe mit Rouille (aus dem anderen Menü). Wir waren sehr angetan. Zum Hauptgericht nahmen wir noch ein Glas Rotwein. Uns wurde der Cote du Rhone empfohlen, der auch zum Kochen der Rotweinsoße zum Rinderfilet Burgunder Art mit Wurzelgemüse verwendet wurde. Dieser passte wunderbar zum Hauptgericht. Dieses flachte etwas gegenüber der Vorspeise und dem Zwischengang ab. Das Fleisch war prima gebraten und von guter Qualität (-fast noch ein bißchen zu roh). Es war unserer Meinung nach jedoch unnötig, zusätzlich zu Möhren und anderem Wurzelgemüse auch noch Tiefkühlerbsen und Minipfifferlinge aus der Dose in der Rotweinsoße zu platzieren... Hier wären ein paar frische Kräuter sicher die passendere Alternative gewesen - auch wenn es nur um optische Gründe geht... Die angekündigte Dessertvariation stellte sich als ein Kügelchen hausgemachtes Vanilleeis mit Minzblatt eine Mini-Créme Brullée und ein lauwarmes Mini-Schokotörtchen auf Fruchtspiegel heraus. Köstlich! Da hatten sie uns dann wieder:-) Zum krönenden Abschluß genehmigten wir uns noch einen Espresso und zahlten dann tatsächlich 49,- € pro Person und nur meinen Aperetif extra. Alles andere war inklusive, womit wir gar nicht gerechnet hatten. Wir dachten, dass wir auch das Glas Rotwein, welches wir extra bestellt hatten, zusätzlich zahlen müssen. Das war dann also auch nochmal angenehm zum Schluß. Das einzige, was wir etwas schade fanden, war, dass es an diesem Abend außer noch zwei weiteren Paaren und einer Einzelperson keine Gäste mehr gab. Unserer Meinung nach kann das nicht an der Gesamtleistung des Artischocke-Teams liegen. Es war ein sehr schöner Abend und unbedingt nachahmenswert.

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